Ein aktuelles Ereignis wirft einmal mehr die Frage Warum werden Hunde gefährlich auf? auf.

Eine 52-Jährige Frau und deren Sohn werden tot in einer Wohnung in Hannover gefunden. Die Rechtsmediziner gehen davon aus, dass Staffordshire-Terrier-Mischling Chico beide tot gebissen.

Die Hintergründe des tragischen Vorfalls sind bislang nicht abschließend geklärt. Man geht davon aus, dass der Staffordshire-Mischling Mutter und Sohn tot gebissen hat. Klarheit soll eine Obduktion bringen.

Warum werden Hunde gefährlich?

Die regelmäßig gestellte Frage Warum werden Hunde gefährlich? lässt sich pauschal nur schwierig beantworten. Bekannt ist, dass viele Faktoren das Verhalten des Hundes beeinflussen.

Mangelhafte Erziehung

Eine mangelhafte Erziehung macht einen Hund zwar nicht unbedingt aggressiv, allerdings führt eine mangelhafte Erziehung schnell in Situationen, die einen Hund vermeidlich aggressiv reagieren lässt. Mangelt es einem Hund an Erziehung, mangelt es ihm auch an Handlungsalternativen und Ruhe.

Eine echte Handlungsanweisung kann es hier nicht geben, denn das hängt vom Hund und vom Umfeld ab. Wichtig ist aber in jedem Fall, die Erziehung auf eine ordentliche Grundlage zu stellen:

  • Bringe Deinem Hund bei, dass er nicht 24 Stunden am Tag im Mittelpunkt steht. Zum einen soll er nicht den Alltag bestimmt, zum anderen soll er lernen zu Ruhe kommen zu können.
  • Trainiere den Abruf mit Deinem Hund. Dein Begleiter muss in jeder Situation abrufbar sein. Das heißt, wenn Du ihn rufst, hat er alles stehen und liegen zu lassen und zu Dir zurück zu kehren. Welches Kommando oder Zeichen Du dafür nutzt, spielt kaum eine Rolle.
  • Sei konsequent. Es gelten für den Hund immer die gleichen Regeln. Was er heute nicht darf, darf er morgen auch nicht. Und nächste Woche auch nicht. Hunde können nicht mit „manchmal“ und „vielleicht“ umgehen. Inkonsequenz führt zu unklaren Verhältnissen und nicht selten zu Unvorhersagbarkeit.
  • Beisshemmung will auch geübt sein. Das beginnt bestenfalls im Welpenalter. Wichtig ist, dass der Hund versteht, dass ein Biss nur negative Konsequenzen hat: Ende des Spiels, auf der Seite gehalten werden, angeschrien werden, was auch immer. Genauso wichtig ist, dass er mit dem Einsatz der Zähne niemals Erfolg. Das heißt, schnappt Fiffi, um einer unangenehmen Situation zu entfliehen, Hand nicht wegziehen.

Übrigens sind nach wie vor Hundeschulen und -vereine hier eine gute Anlaufstelle — auch, wenn man schon viele Hunde hatte. Man lernt nie aus. 😉

Mangelhafte Reaktion der Hundehalter

Hundehalter sein ist nicht immer so einfach, wie es aussieht. Viele Situationen wollen richtig eingeschätzt sein, um richtig geklärt zu werden. Nicht selten wird ein Hunde bedrängt, ohne, dass es es dem Halter überhaupt auffällt. Die Konsequenz daraus: Der Hund fühlt sich allein gelassen und klärt selbst, was nicht immer die beste Lösung ist. Besser ist es, für den Hunde ein verlässlicher Partner zu sein. Ein Partner wird auch nicht angegriffen. 😉

Fazit

Der Teufel steckt oft im Detail. Grundlagen sind aber dennoch unersetzbar. Im Zweifel lohnt sich der Besuch der Hundeschule, des Hundetrainers oder -flüsterers des Vertrauens.