Das Halti ist ein Kopfgeschirr für den Hund und dient der verbesserten Kontrolle. Es gilt als tierfreundliches Hilfsmittel bei der Erziehung hartnäckiger Hunde.

Wie bei jedem Hundethema scheiden sich auch hier die Geister. Das Halti hat aber das Potential, die Gemüter besonders stark zu erhitzen. Nachdem ich beim kürzlichen Spaziergang wüst von einer Unbekannten beschimpft worden bin, ist es nun wohl an der Zeit, etwas zum Halti zu schreiben. 😛

Ein Halti ist kein Maulkorb

Hund mit Halti Kopfgeschirr

Das Halti ist kein Maulkorb

Ein Halti ist ein Kopfgeschirr, kein Maulkorb, nicht mal ein bisschen. 😉 Ähnlich einem Pferdehalfter werden die Riemen über die Schnauze geschlungen. Wie genau, hängt vom Fabrikat ab — hier hilft ein Blick in die Gebrauchsanleitung.

Das Halti dient weder dazu, dem Hund das Maul zu zu binden, noch bereitet es sonst irgendwelche Schmerzen beim Tragen. Der Hund kann das Maul trotz Halti bequem öffnen und bekommt keinerlei Probleme beim Hecheln, Trinken, etc.

Mit dem Halti Kontrolle behalten

Mit dem Halti wird der Hund nicht mehr am Halsband oder am Geschirr geführt, sondern am Kopf. Das Tolle daran: Auf diese Weise lässt er sich wesentlich leichter führen, weil praktisch keine Kraft mehr dafür nötig ist.

Schnellt der Hund nach vorn, verengt sich der Riemen unangenehm über der Schnauze. Auf diese Weise bleibt der Hund kontrollierbar und sieht selbstständig vom unerwünschten Verhalten ab.

Das Halti ist ein tolles Werkzeug, um den Gang an der Leine zu üben, und kann auch dann zum Erfolg führen, wenn bei der Erziehung bisher etwas schief gegangen ist. Übrigens völlig gewaltfrei.

Der richtige Umgang mit dem Kopfgeschirr

Der richtige Umgang mit dem Kopfgeschirr ist essentiell für den Erfolg. Natürlich kann man damit auch falsch umgehen, was das Kopfgeschirr aber nicht zum bösen Werkzeug macht. 😉

Kopfgeschirr richtig anlegen

Das Kopfgeschirr muss richtig angepasst werden. Wie genau, hängt wieder vom Fabrikat ab und steht in der Gebrauchsableitung. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Riemen nicht nach hinten über die Ohren und nach vorn über die Nase rutschen. Es hilft, die richtige Einstellung mit ein paar Stichen zu nähen, da einige Produkte dazu neigen, sich zu verstellen.

Zwischen alle Riemen sollten noch zwei Finger passen.

Kopfgeschirr richtig anwenden

Bevor das Kopfgeschirr überhaupt zum Einsatz kommt, muss der Hund daran gewöhnt werden. Wie intensiv die Gewöhnung stattfinden muss, hängt vom Hund ab. Es sollte nur genutzt werden, wenn der Hund am Halsband läuft. In Verbindung mit einem Geschirr, sollte das Halti nicht genutzt werden.

Das Halti ist passiv zu nutzen. Das heißt: Nicht daran ziehen! Das Kopfgeschirr korrigiert selbstständig. Schnellt der Hund nach vorne, ist es eher noch hilfreicher, mit der Leine etwas nachzulassen, damit der Kopf sofort wieder frei beweglich ist und sich ein Erfolgserlebnis einstellt.

Persönliches Fazit

Führt man seinen Hund mit Halti, wird man regelmäßig beäugt, als würde man Hannibal Lecter ausführen. Lasst Euch nicht beirren. Das Halti ist ein tolles Hilfsmittel und ist sowohl für Euch, als auch für den Hund eine sinnvolle Alternative. Gleichwohl natürlich ein gewisses Augenmaß nötig ist. Die Sloughi Welpen, die regelmäßig in der Nachbarschaft mit Halts ausgeführt werden, haben es sicher nicht nötig. 😉